Donnerstag, 12.10.2017

Menschen die im Gefängnis waren, oder andere schlechte Entscheidungen im Leben getroffen haben, werden häufig von der Gesellschaft verstoßen. Dass dies nicht immer so sein muss, beweisen diese Beispiele. Menschen die aus ihren Fehlern gelernt haben und heute der Welt etwas Gutes zurückgeben wollen.

Der Taschen-Verzierer

Jorge Cueto war in Mexiko wegen Betrugs im Knast. Aus Langeweile begann er dort mit seinen Mithäftlinge sich gegenseitig zu tätowieren. Als er eines Tages eine Tasche brauchte, fertigte er selbst eine aus Leder an. Um sie etwas schicker zu machen tätowierte er sie kurzerhand. Schon war die Idee zu „Prison Art“ entstanden. Taschen und Geldbörsen die mithilfe von Tätowierungen zu Unikaten verarbeitet werden. Schon im Gefängnis begann er an seiner Firma zu arbeiten. Als er nach 11 Monaten Haft entlassen wurde, führte er seine Idee weiter und ist heute extrem erfolgreich! Um etwas an die Gesellschaft zurückzugeben sind alle seine Angestellten ehemalige Häftlinge. Er will ihnen den Einstieg in ein normales Leben ermöglichen und sie davon abhalten wieder straffällig zu werden.

Der ehemalige Gewalttäter

Sascha Bisley aus Dortmund verprügelte einst einen Mann so stark, dass dieser an den Folgen starb. Schon als Jugendlicher war die einzige Sprache die er kannte die der Gewalt. Doch nach diesem extremen Vorfall änderte er sein Leben. Die Schuldgefühle fraßen ihn auf und er nutzte die Zeit im Gefängnis um sich zu ändern. Heute spricht er in sozialen Einrichtungen mit Jugendlichen um ihnen zu zeigen, dass Gewalt nie eine Lösung ist. Diese Aufgabe hilft ihm mit seinen Schuldgefühlen fertig zu werden.

Keine Macht den Drogen

Alexander Golfidis war früher heroinabhängig. Seine Sucht zerstörte ihn beinahe. Der Entzug war hart, doch er schaffte es und ist seither clean. Nun will er Teenager vor seinen Fehlern warnen. Regelmäßig hält er Vorträge und warnt vor dem Konsum. Die Geschichten eines ehemaligen Abhängigen erreichen die Jugendlichen mehr, als die Warnungen der Lehrer, schließlich weiß Alexander wovon er spricht.

Diese drei Beispiele zeigen uns, dass jeder eine zweite Chance verdient hat.